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Pfarrwallfahrt nach Maria Buchen

dass Frieden werde“ lautete das Motto der 51. Wallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Sankt Laurentius am Spessart. Dieser kurze Satz trägt eine ganze Welt an Sehnsucht in sich. Er ist Bitte, Klage und Hoffnung zugleich. Ein Thema, das uns derzeit vielleicht so dringlich bewegt wie seit langen nicht mehr. Wir spüren es in diesen Zeiten besonders: Frieden ist zerbrechlich, Frieden ist nie selbstverständlich.

Als Pilger sind wir in der Dunkelheit aufgebrochen zur Wallfahrt von Marktheidenfeld nach Mariabuchen um Jesus zu begegnen in seinen Wort, im Beten und Singen. Und Maria, sie hilft uns dabei. Sie führt uns immer zu Christus.

Mit Jesus einen neuen Aufbruch einen neuen Anfang wagen, all das hinter sich lassen zu können was einen niederdrückt und klammert, die Bitte um Frieden, das Wort Gottes leben und sich von der Botschaft Gottes leiten und begeistern lassen, waren Thema der Fußwallfahrt von Marktheidenfeld zur Wallfahrtskirche nach Mariabuchen.

Auch diesmal wurde der Gang mit Liedern und Gebeten auf stillen Flur- und Waldwegen in den aufbrechenden Tag hinein zu einem besonderen Natur- und Gemeinschaftserlebnis. Die Wallfahrer waren am Sonntagmorgen um 4.30 Uhr zu Fuß aufgebrochen. Ihr Weg führte sie über Karbach, Roden und Ansbach zur Rast an der Gertrauden-Kapelle. Bei der letzten Etappe über Waldzell nach Mariabuchen wurden die Lieder von Mitgliedern der Blaskapelle Mühlbach und Urspringen begleitet. Auf der Wegstrecke kamen Wallfahrer hinzu, so dass ca. 50 Pilger den Wallfahrtsort erreichten. Einige kamen mit dem Auto, um an der Pilgermesse um 10.00 Uhr in Mariabuchen teilzunehmen.

Pfarrer Hermann Becker, der die Pilger zu Fuß begleitet hatte, hielt den Gottesdienst am Wallfahrtsort. Er predigte “ Leben wir im Frieden? 1989 bekam die Idee von einen friedlichen Europa und darüber hinaus noch einen kräftigen Schub. Mauern fielen, Verträge wurden geschlossen. Der Weg für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung hat Menschen weltweit zusammengebracht. Aber er ging nicht weiter. Irgendwo auf der Welt wurde immer gekämpft. Und nun wird in der Ukraine seit 4 Jahren wieder geschossen. In Israel und den umliegenden Ländern, wo schon lange Unruhen waren, die meist begrenzt blieben, ist es seit Gaza ganz schlimm geworden. Und nun auch im mittleren Osten. Frieden ist mehr als ein Deal. Was haben wir aus unserer Erde - unserer Wohnstatt gemacht ?, fragte Papst Leo als er Teneriffa besuchte. Wir empfangen den Frieden- von Gott - gratis, umsonst. Er schenkt den Frieden.

Vielleicht durften wir auf der Wallfahrt wieder etwas davon erfahren: miteinander unterwegs zu sein, zu beten und zu singen, zu schweigen, zu reden, getragen von dem Ziel, nicht nur hier am Gnadenaltar anzukommen, sondern einmal auch ganz bei Gott und den Heiligen im Himmel. so Becker. Dank auch an Wallfahrtsführer Edgar Roos, die Feuerwehr Marktheidenfeld und an das Rote Kreuz welche den Pilgerweg abgesichert haben.

Text und Bilder: Erhard Wiesmann