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Patrozinium St. Jakobus in Hafenlohr: Gemeinsam unterwegs und füreinander da sein

Bei herrlichem Sommerwetter feierte die Pfarrgemeinde St. Jakobus der Ältere in Hafenlohr ihr Patrozinium. Der festliche Gottesdienst und die anschließende Begegnung auf dem Kirchplatz fanden großen Anklang. Viele Gläubige und Gäste waren gekommen, um gemeinsam zu feiern, ins Gespräch zu kommen und die Gemeinschaft zu genießen.

Im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Becker, der in diesem Jahr sein letztes Patrozinium in Hafenlohr feierte, stand das Thema „Pilgern – auf dem Weg sein“. Das Bild des Pilgerns nahm er zum Anlass, über den persönlichen und gemeinsamen Weg der Menschen nachzudenken.

Gerade in bewegten Zeiten, in denen Smartphones, Handy und soziale Medien einen großen Raum im Alltag einnehmen, sei es wichtig, den Blick immer wieder auf das Wesentliche zu richten: auf den Menschen neben uns, auf das persönliche Gespräch und darauf, einander wirklich zuzuhören. Miteinander unterwegs zu sein bedeute nicht nur, denselben Weg zu gehen, sondern auch, sich gegenseitig wahrzunehmen und füreinander da zu sein.

Passend dazu griff Pfarrer Becker das Evangelium des Tages auf. Darin bittet Salomo Gott um ein „hörendes Herz“. Dieser Gedanke wurde zum Leitmotiv der Predigt: Aufeinander hören, einander ernst nehmen und miteinander unterwegs sein.Ein hörendes Herz könne gerade in einer Zeit, die von vielen Stimmen und schnellen Nachrichten geprägt ist, Orientierung geben.

Musikalisch wurde der Festgottesdienst vom Gesangverein 1877 Hafenlohr gestaltet. Mit seinem berührenden und klangvollen Gesang verlieh der Chor der Feier eine besondere festliche Atmosphäre und machte den Gottesdienst zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

Für Pfarrer Becker war das Patrozinium zugleich ein besonderer Moment. Anfang 2027 wird er in den Ruhestand treten und sich damit aus seinem langjährigen seelsorgerischen Wirken zurückziehen. Umso mehr wurde sein letztes Patrozinium in Hafenlohr zu einem Anlass, ihm für seine Begleitung, seine Verbundenheit und sein Wirken in der Pfarrgemeinde Wertschätzung und Dank entgegenzubringen.

Nach dem Gottesdienst verlagerte sich das Fest auf den Kirchplatz. Bei Wein, Kochkäse und Bratwürsten blieb man gerne noch zusammen. Es wurde gelacht, erzählt und über vieles gesprochen. Auch bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes war der gute Geist des Miteinanders deutlich spürbar. Viele helfende Hände hatten dazu beigetragen, dass der Abend zu einer gelungenen Begegnung werden konnte.

Bei einem lauschigen Sommerabend genossen die Besucher nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten, sondern auch die guten Gespräche und den traumhaften Blick ins Maintal. Es war genau jene Form von Gemeinschaft, von der Pfarrer Becker in seiner Predigt gesprochen hatte: aufeinander hören, miteinander unterwegs sein und füreinander da sein.

Das Patrozinium von St. Jakobus wurde so zu einem rundum gelungenen Fest – getragen von Glauben, Musik, Begegnung und einem starken Gemeinschaftsgefühl.

Ein schöner Abend, der gezeigt hat: Kirche lebt dort, wo Menschen miteinander unterwegs sind. Schön war’s!

Text: Pia Theresia Franke     Bild: Katharina Schwab

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