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Auferstehungsfeier in Marktheidenfeld

Hochfest der Auferstehung des Herrn

OSTERN 2026

Um 05.00 Uhr in der Frühe wurde am Vorplatz der St. Josefs Kirche das Osterfeuer entzündet. Pfarrer Hermann Becker und eine große Anzahl Ministranten feierten mir den anwesenden Gläubigen die Feier der Auferstehung

Der Gottesdienst wurde von der Männerschola Marktheidenfeld mitgestaltet.

Predigt Hermann Becker

In diesem Jahr hören wir den Evst Matthäus. Er hat irgendwie eine Vorliebe für da Laute, für das Gewaltige:

Als Jesus in Jerusalem einzog (Palmsonntag) → da bebte die ganze Stadt, vor Aufregung, vor Erwartung, die Menschen waren auf der Straße und riefen Hosanna.

Als Jesus starb, bebte schon einmal die Erde, sie bekam Risse, und Tote kamen aus ihren Gräber hervor.

Und heute: Wieder bebt die Erde, weil ein Engel vom Himmel kommt und sich auf einen Stein setzt. Das wirft die Soldaten um - da liegen sie, wie tot, Aber sie sind nicht tot, denn sie werden später berichten, was nun geschah.

Der Engel hat eine Botschaft für die beiden Frauen. Bei Mt sind es zwei, bei Mk drei, bei Lukas sind es mehrere Frauen, die am frühen Morgen beim Grab sind.

Immer aber ist die erste Botschaft. Fürchtet euch nicht!

Und: das Grab ist leer. Den ihr sucht, der ist nicht hier - er ist auferstanden!

Alles ist anders! Nichts mehr, wie man es vorher kannte, wie man sich auskannte. Nicht nur die Erde bebte, sondern auch die menschliche Erfahrungswelt.

Bisher galt eines als sicher - der Tod. Er war todsicher. An ihm kommt keiner vorbei. Im Tod sind alle gleich. Er hat kein zweites Hemd.

Nun wird der Tod zum Allerfraglichsten. Der Gekreuzigte Tote ist nicht hier - er ist auferstanden. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag! - sie werden nichts mehr gesehen haben.

Wie Jesus auferstanden ist, wird nicht erzählt; kann nicht erzählt werden. Die Auferstehung bleibt unsichtbar. Deshalb kann man sie auch so schwierig malen oder darstellen oder in einem Film zeigen.

Sie gehört der Welt Gottes an und ist eine Realität, „die es nicht 'gibt', es sei denn, man übernähme sie“, habe ich gelesen. Darauf kommt es jetzt an: die Botschaft übernehmen. Sie sich zu eigen machen. Sie einlassen in unser Denken und Verstehen und Urteilen.

So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus“, schreibt Paulus.

Die Frauen hatten nichts gesehen, außer ein paar Zeichen vielleicht; und sie hatten vermutlich auch nichts begriffen. Aber sie haben den Engel gehört, und folgen seinem Auftrag, schnell (!) zu den anderen Jüngern zu gehen und das Gehörte weiterzusagen.

Traut Gott Größeres zu; Unausdenkbares; was es noch nie gab. „das, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben … was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat“ (auch Paulus).

Sogleich verließen sie das Grab voll Furcht und großer Freude .. und eilten.“ Sie übernehmen die Botschaft des Engels und werden es den Jüngern berichten.

Darauf kommt es jetzt an, auch für uns, heute: das man das Gehörte unter die eigenen Füße nimmt, dass wir der Botschaft trauen, dass wir darauf unser Leben aufbauen - dass wir darauf gehen können, dass sie trägt - mit allen Unwägbarkeiten und Unsicherheiten.

Dann könnte uns passieren, was den Frauen widerfuhr, als sie dahineilten - dass er selbst uns entgegenkommt und sagt: Fürchtet euch nicht! So Becker

Am Schluß bedankte sich Becker bei allen die diese österliche Feier vorbereitet und mitgestaltet haben.

Text und Bilder: Erhard Wiesmann